MEHR RESILIENZ
FÜR MICH BEI DER PFLEGE EINES
KRANKEN ANGEHÖRIGEN
AUF SICH SELBER ACHTEN

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Die Pflege oder Unterstützung kranker Familienmitglieder kann zu einer Belastungsprobe werden. Damit das nicht passiert, braucht es einen sorgsamen Umgang mit dem eigenen Energiehaushalt sowie seelische Widerstandsfähigkeit. Diese Kraft ist uns angeboren, kann aber auch trainiert werden.

Achten Sie auf sich selbst!

Wenn Sie sich ohne Rücksicht auf die eigenen Bedürfnisse für kranke Angehörige aufopfern, können Sie schnell an einen Punkt kommen, an dem Sie sich überfordert fühlen und mit Ihren Kräften völlig am Ende sind. Im schlimmsten Fall werden Sie selbst krank. Damit das nicht passiert, braucht es einen sorgsamen Umgang mit dem eigenen Energiehaushalt sowie Resilienz – so nennen Psychologen die seelische Widerstandsfähigkeit, dank der wir trotz Herausforderungen und Stressoren nicht krank werden. Diese Kraft ist uns angeboren, kann aber auch trainiert werden.

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Pflegende Angehörige –

Krisen anerkennen und handeln

Ereignisse, die uns erschüttern, so wie ein schwerer Krankheitsfall in der Familie, gehen nicht spurlos an uns vorbei. Auch sehr resiliente Menschen mit hoher Widerstandsfähigkeit spüren diese Erschütterung. Resilienz heißt also nicht, dass wir Tiefschläge nicht wahrnehmen. Vielmehr haben resiliente Menschen einen gesunden Umgang mit Krisen. Sie können Frust und Druck besser meistern. Sie werden von anderen als selbstbewusst, gelassen, humorvoll, menschlich, zuversichtlich und zielorientiert wahrgenommen – übrigens nicht nur in Krisensituationen, sondern auch im Alltag. Resilienz bedeutet, sich nicht in die Opferrolle zu begeben, sondern trotz Krise zu schauen, was ich bewegen und steuern kann, um die Situation zu verbessern.

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Resilienz trainieren

Die psychologische Forschung geht davon aus, dass etwa 50 Prozent der Resilienz genetisch vorgegeben sind. Die andere Hälfte wird mit Erfahrung erworben. Und hier liegt unsere Chance! Wir können unsere eigenen Erfahrungen gestalten und somit Resilienz selbst aufbauen und stärken. Diese Möglichkeit besteht ein Leben lang – auch noch im Alter können wir lernen, Dinge in die richtige Richtung zu lenken. Ein wichtiger Punkt hierbei ist Optimismus. Damit ist keine blinde Zuversicht mit rosaroter Brille gemeint. Im Gegenteil: Optimismus erfordert einen klaren Blick auf das Ganze. Denn egal wie belastend und herausfordernd eine Situation ist, es gibt gute Seiten, die wir bei genauer Betrachtung erkennen können.

Diesen positiven Blick können wir üben. Am besten überlegt man sich täglich vor dem Einschlafen, was trotz aller Schwierigkeiten gut gelaufen ist. Diese Lichtblicke, auch wenn sie noch so klein sind, können die Zukunft erhellen. Wenn wir abends denken: „Mein Vater ist so krank, das ist so furchtbar!“, wird es düster bleiben. Wenn wir aber denken: „Wie schön, dass ich heute mal wieder gemeinsam mit meinem Vater über den tollpatschigen Hund der Nachbarin lachen konnte!“, dann besteht Hoffnung auf inneren Sonnenschein.

Wie Sie die eigene mentale und
physische Widerstandskraft stärken können