GUT VORBEREITET
ZUM ARZTGESPRÄCH HILFREICHE TIPPS FÜR ANGEHÖRIGE

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Ein Familienmitglied oder einen Freund zum Arztgespräch zu begleiten, ist oft sehr wichtig und hilfreich für den Patienten, denn vier Ohren hören mehr als zwei. Darüber hinaus können die vertrauten unterstützenden oder pflegenden Angehörigen den Erkrankten in schwierigen Situationen Halt geben. 

Die meist knapp bemessene Zeit des Arztes sollte zudem optimal genutzt werden, damit keine Frage unbeantwortet bleibt. Deshalb ist es sinnvoll, sich im Vorfeld mit den Angehörigen darauf vorzubereiten.

Bei der Vorbereitung des Termins
sind für Sie als Angehörigen folgende Punkte hilfreich

  1. Oftmals sind Patienten vor dem Besuch des Facharztes aufgeregt. Dann ist es besonders schwer, sich beim Gespräch mit dem Arzt an alles zu erinnern. Schreiben Sie gemeinsam alle Fragen auf, die Sie mit dem Arzt besprechen möchten. Halten Sie auch zwischen den Arztbesuchen wichtige Punkte schriftlich fest, wenn es dem Patienten einmal nicht so gut ging oder es spezifische Beschwerden gab. Nehmen Sie diese Checklisten mit zum Gespräch. So vermeiden Sie, etwas Wichtiges zu vergessen, und der Arzt kann sich ein Bild von der Zeit zwischen den Terminen machen.
  2. Stellen Sie eine Liste mit den Medikamenten zusammen, die Ihr Angehöriger derzeit einnimmt. Dazu gehören auch Arzneimittel, die selbst gekauft wurden, evtl. aufgrund einer Empfehlung der Apotheke.
  3. Denken Sie an wichtige Unterlagen: frühere Befunde, Laborwerte, MRT-, CT- oder Röntgenbilder, aber auch an Allergieausweis oder Impfpass.

ARZT – PATIENT – ANGEHÖRIGER
SO GELINGT EIN VERTRAUENSVOLLES GESPRÄCH

  1. Beschreiben Sie möglichst genau die Beschwerden Ihres Angehörigen und wann sie auftreten.
  2. Machen Sie sich Notizen während des oder kurz nach dem Gespräch. So ist Ihnen das Besprochene auch noch präsent, wenn Sie wieder zu Hause sind. 
  3. Haken Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Es ist nicht schlimm, etwas nicht direkt zu verstehen. Die Ärzte können Ihnen die medizinischen Fachbegriffe und Fremdwörter erklären.
  4. Geben Sie mit Ihren Worten wieder, was Sie gehört und verstanden haben. So können Missverständnisse vermieden werden.
  5. Äußern Sie die Wünsche Ihres Angehörigen oder Ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen, und lassen Sie sich die Behandlung oder Operation anschaulich erklären – Grafiken und Bilder können dabei zu mehr Verständnis beitragen.
  6. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Bitten Sie um Bedenkzeit, wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Angehöriger die empfohlene Behandlung tatsächlich will. Fragen Sie nach weiterem Informationsmaterial oder Tipps für Websites, über die Sie sich gemeinsam noch besser informieren können.
  7. Machen Sie Ihre Rolle als pflegender und unterstützender Angehöriger zum Thema und besprechen mit dem Patienten und dem Arzt, was Sie tun können, um den Therapieerfolg zu fördern – aber auch, wo Ihre Grenzen sind.
Quelle:

Wegweiser Nierenkrebs Patientenmaterialien